Das ist meine Philosophie

Winzer Stefan Rippstein

„Einfach etwas anders“

„Einfach etwas anders“: Das ist mein Leitspruch.

Besuchen Sie uns in unserem neuen Verkaufs- und Weinprobenraum und probieren Sie unsere Weine, dann verstehen Sie was ich meine: „Weine mit Herzblut und Leidenschaft“. Diese Liebe und Freude zum Wein in die Flasche zu bekommen, ist unser Anspruch. Wir wollen die rebsortentypischen Aromen herauskitzeln um Weine mit einem individuellen Charakter, Seele und Identität zu erzeugen.

Wein ist für mich mehr als nur ein Genussmittel. Wein hat Tradition und Geschichte. Man kann die Eigenheit jedes Jahres herausschmecken, ebenso wie die Herkunft, die Region, den Boden und die lenkende Hand des Winzers. Das macht jeden Wein zu etwas ganz Besonderem.

„Ein guter Wein entsteht erst im Kopf“. Man muss wissen welchen Typ von Wein, welche Qualitätsstufe man erzeugen will und muss das ganze Jahr darauf hinarbeiten. Zur Vegetationszeit ist man täglich bei seinen Reben, muss Entscheidungen treffen und konsequent umsetzen mit der Zielvorgabe „der Wein im Kopf“.

Es erfordert ein tiefes Verständnis für die Natur, die Rebe und ihre Traube. Es gibt wahnsinnig viele Stellschrauben im Weinberg und im Weinausbau. Dabei muss man oft über seine Grenzen gehen um neue Erfahrungen zu sammeln, denn die eigenen sind die besten.

Es ärgert mich ungemein, wenn ich bei einer Stellschraube zu viel oder zu wenig gedreht habe, dass ich dann wieder ein Jahr warten muss um meine gewonnene Erfahrung weiter auszubauen. Man baut jedes Jahr auf seinem gewonnenen Erfahrungsschatz auf.

Ich probiere gerne aus. Dadurch möchte ich meinen eigenen weiteren Weg finden.

Ich probiere auch gern andere Weine und bin immer wieder fasziniert über die Vielfalt „Wein“. Das sieht man auch in unserem Weinangebot. Beim Ausprobieren ist auch noch lange kein Ende in Sicht. Dies ist auch das Schöne am Wein. Es gibt kein Ende. Jedes Jahr ist individuell, einzigartig und einfach spannend.

Die Natur ist unsere Mutter, unsere Keuperböden sind unsere Existenz und unsere Lebensgrundlage. Wir müssen versuchen die Natur zu verstehen und von Ihr zu lernen, sich Zeit nehmen, beobachten, respektieren, eins werden mit ihr.

Um unsere Natur auch für die nächsten Generationen zu erhalten, bewirtschaften wir unsere Weinberge nachhaltig. Aktuell befinden wir uns in der Umstellungsphase auf den ökologischen Weinbau.

Es gibt keine festen Regeln, denn jedes Jahr ist anders. Meistens glaubt man schon alles zu wissen, eigentlich lernt man nur, dass man nichts weiß. Die Natur rückt einem den Kopf schon wieder zurecht, wenn man glaubt alles in der Hand zu haben.

Ich vergleiche die Natur mit der Rebsorte Scheurebe: sie macht was sie will und was sie macht ist am Ende gut, auch wenn wir manches im ersten Moment nicht verstehen, da braucht man in manchen Jahren Nerven wie Drahtseile. Jedes Jahr ist ein Geschenk der Natur und es macht sehr viel Spaß mit ihr zu Arbeiten. Unser schönster Lohn ist, wenn auch Ihnen unser Wein schmeckt.

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